WHG-Abdichtungen zur Verwendung in LAU-, HBV- und JGS-Anlagen

Beim Lagern, Abfüllen und Umschlagen („LAU“) sowie beim Herstellen, Behandeln und Verwenden („HBV“) von wassergefährdenden Stoffen werden hohe umweltschutzrechtliche Anforderungen an die Anlagen und deren bauliche Komponenten gestellt. Separat betrachtet werden hier Anlagen , in denen Jauche, Gülle und Silagesickersäfte („JGS“) auftreten. Sofern die LAU-Anlagen, HBV-Anlange, JGS-Anlagen oder Biogasanlagen selbst nicht mit besonderen Merkmalen ausgestattet sind, müssen sie mit einem dichten und beständigen Auffangraum versehen werden. Wird Beton als Abdichtmittel für die Rückhalteeinrichtungen von austretenden Flüssigkeiten gewählt, so müssen auch die sich ergebenden Fugen der Betonkonstruktion ebenso dicht und beständig abgedichtet werden. Einbetonierte Fugenabdichtungen, für Arbeits- wie auch für Dehnfugen, müssen hierfür eine allgemeine bauaufsichtliche bzw. eine europäisch technische Zulassung gemäß der Prüfgrundsätze des DIBt – Deutsches Institut für Bautechnik – aufweisen.

Einbetonierte Fugenabdichtungen in WHG-Konstruktionen

Sowohl für Arbeits- als auch Dehnfugen stehen entsprechend zugelassene Abdichtsysteme zur Verfügung. Abhängig von der Beanspruchung kommen für Arbeitsfugen in LAU- und HBV-Anlagen das Fugendichtblech CEMflex® VB-LAU gemäß der Zulassung Z-74.10-138, bei Arbeitsfugen in JGS- und Biogasanlagen das Fugendichtblech CEMflex® AVS-JGS gemäß der Zulassung Z-74.101-188 und für Dehnfugen mit begrenzter Bewegung in allen genannten Bereichen kommen Fugenbänder zum Einsatz. Auch Anschlüsse an Bestandsbauten können in Form von Klemmkonstruktionen realisiert werden. Diese sind im Einzelfall zu prüfen und objektspezifisch mit der Baurechtsbehörde planerisch abzustimmen.